GK: Alterstraumazentrum

Alterstraumazentrum

Ein Sturz bei einem älteren Menschen ist oft ein einschneidendes Ereignis und führt nicht selten zu einemFunktionsverlust, zu abnehmender Selbstständigkeitund manchmal auch zu anhaltender Pflegebedürftigkeit.Der Heilungsprozess ist gerade bei älteren Patientinnenund Patienten von vielen Faktoren abhängig – wie Beweglichkeit, Muskelkraft, Knochengesundheit und/oderVorerkrankungen.

In dieser Altersgruppe ist es besonders wichtig, dass die Behandlung auf das Alter und den Gesundheitszustand der Patientinnen und Patienten angepasst wird. Aus diesem Grund bietet die Geriatrische Klinik St.Gallen in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Orthopädie und Traumatologie die Alterstraumatologie als Leistungsangebot im Bereich der Altersmedizin am Standort St.Gallen an.

Die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen – darunter Orthopädie, Geriatrie, spezialisierte Pflege, Therapien und Sozialdienst – ermöglicht eine möglichst rasche Genesung, die Wiedererlangung von Mobilität und Selbstständigkeit sowie die soziale Wiedereingliederung in das gewohnte Umfeld. Durch diese fachübergreifende Betreuung können zudem Wechselwirkungen von Behandlungen und Medikationen im Bezug auf bestehende Erkrankungen berücksichtigt werden.

Was ist Alterstraumatologie?

Die Alterstraumatologie ist ein medizinischer Fachbereich, der sich umfassend mit Verletzungen sowie vorbeugenden Instruktionen gegen Stürze und andere Verletzungen im Alter beschäftigt. Schwerpunkt ist dabei die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Traumatologie (Behandlung von Unfällen und Verletzungen) und Geriatrie (Altersmedizin). So können bei der Behandlung der Verletzungen die speziellen medizinischen Bedürfnisse betagter Menschen von Beginn an berücksichtigt werden.


Welche Patientinnen und Patienten werden behandelt?

Die Alterstraumatologie behandelt Patientinnen und Patienten ab dem 70. Altersjahr nach Sturz oder Unfall, die aufgrund von Vorerkrankungen oder ihrem allgemeinen Gesundheitszustand eine spezielle, fachübergreifende Betreuung benötigen.


Wer behandelt die Patientinnen und Patienten?

Die Behandlung übernimmt ein inter-disziplinäres Team bestehend aus Fachpersonen der Orthopädie oder Chirurgie, der Geriatrie, Pflegefachpersonen, Therapeutinnen und Therapeuten und Beratungsdiensten.


Wie läuft die Behandlung ab?

Bereits beim Eintritt auf den Notfall wird überprüft, ob Patientinnen und Patienten die Kriterien für eine alters-traumatologische Behandlung erfüllen. Ist dies der Fall, erfolgt die weitere Therapie während des Spitalaufenthaltes gemeinsam durch Fachärztinnen und -ärzten der Orthopädie oder Chirurgie sowie der Geriatrie. Dazu gehören auch gemeinsame Visiten von Ärztinnen und Ärzten dieser Fachrichtungen, um die optimale Behandlung sicherzustellen.


Welche Vorteile hat die Alterstraumatologie?

  • Umfassende Behandlung betagter Patientinnen und Patienten mit Fokus auf die gesamte gesundheitliche
    Situation – für eine bestmögliche Lebensqualität

  • Steigerung der Qualität und Effizienz der Versorgung von älteren Patientinnen und Patienten

  • Geschultes Fachpersonal, spezialisiert auf betagte Patientinnen und Patienten

  • Interdisziplinäre medizinische Behandlung von komplexen Fällen

  • Gezielter Einsatz von vorbeugenden Massnahmen, um weitere Stürze zu verhindern